Gemeinschaft Christi Deutschland


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2003

Nachrichtenarchiv

Erklärung der Ersten Präsidentschaft der Gemeinschaft Christi vom 26.03.2003

Frieden verkünden in Zeiten des Krieges
Die folgende Erklärung wird von der Ersten Präsidentschaft der Gemeinschaft Christi als Hilfestellung für Kirche und Gesellschaft bezüglich des Krieges mit dem Irak gegeben. Sie ruft die Gemeinden und Mitglieder der Gemeinschaft Christi auf, für den Frieden in der Welt zu beten und ermuntert zum Dialog und Untersuchung der damit verbundenen
Fragen.


Der Krieg ist im Irak. Die Gemeinschaft Christi, in Solidarität mit vielen anderen religiösen Gemeinschaften überall in der Welt, hat in den vergangenen Wochen die Führer der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten gedrängt, jedes nur möglich Mittel zu nutzen, um einen trennenden und tragischen Krieg mit dem Irak zu vermeiden und nach alle friedlichen Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, um den Konflikt zu lösen. Wir trauern während die Bombardierungen beginnen und die Panzer durch die Wüste rollen. Wir bedauern zutiefst, dass ein solches Unterfangen, wenn es denn von einigen nationalen Regierungen für unumgänglich erachtet wird, nicht mit breiterer internationale Unterstützung geschieht.

Doch der Krieg ist im Gang und die Frage stellt sich, was gläubige Menschen einer Welt zu sagen haben, die sich in einem kriegerischen Konflikt wiederfindet. Wir leben in einer globalen Gesellschaft, in der jeder Krieg weltweite Opfer bringt, durch direkte oder indirekte Folgen. Als internationale Kirche vertreten wir nicht nur eine Nation, aber Mitglieder in ungefähr fünfzig Nationen, wo wir einen Dienst anbieten.

Unsere Kirche hat sich der Sache des Friedens geweiht. Das ist keine Behauptung politischer Philosophie oder gar eines sozialen Bewusstseins. Es ist ein göttlicher Aufruf zu uns als ein Volk, der uns inspirierte, einen Tempel als ein Symbol unseres Engagements für den Frieden zu errichten. Unsere Stimmen müssen die Stimmen eines Volkes sein, die im Leben und im Dienst von Jesus Christus den Ruf sehen, einander zu lieben und Wege des Verstehens unter allen von Gottes Kindern zu finden.

Wir sind nicht naiv in Bezug auf die politische Realität in der Welt in der wir leben. Wir übersehen in keiner Weise das brutale Regime von Saddam Hussein. Im Gegenteil, wir weisen seine Gewalt und die andauernde Verletzung der Menschenrechte gegenüber seinem Volk zurück. Wir haben keinen Zweifel, dass die Sicherheit seines Volkes und dem Rest der Welt erhöht wird, wenn er nicht mehr im Amt ist.

Trotz unserer Überzeugung, dass noch nicht alle friedlichen Bemühungen zur Lösung des Konfliktes ausgeschöpft waren, wissen wir doch, dass in diesem Moment Männer und Frauen aus vielen Ländern in militärische Aktionen verwickelt sind.
Wir wissen, dass sie mutig und treu ihrem Land dienen. Wir beten für ihren Schutz und für eine sichere Heimkehr und für ihre Familien, die ein großes Opfer bringen und in großer Sorge um ihre Angehörigen sind.

Wir rufen die Mitglieder der Gemeinschaft Christi auf, unsere individuellen und gemeinschaftlichen Stimmen in einem leidenschaftlichen Gebet für den Frieden zu erheben. Wir bitten jedes Mitglied dafür zu beten, dass Gott die Führer der Welt mit Weisheit und Zurückhaltung in einer gefährlichen Zeit segnen wird. Wir ermutigen die Mitglieder offen und ehrlich miteinander zu reden und unterschiedliche Standpunkte und aufrichtige Hoffnung zu teilen.

Es ist unser Glaube, dass Gott der Schöpfer aller Menschen ist und jeden Mensch und jede Nation ohne Einschränkung liebt. Mögen wir das Angesicht von Jesus Christus in allen Kindern Gottes erkennen, einschließlich derer, die als Feinde bezeichnet werden. Möge Gottes Gnade uns alle reichlich mit Liebe berühren und möge unsere Leben und unsere Stimmen unermüdlich dem Verkünden des Friedens in der Welt ergeben sein.




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